D. Wernicke Garten & Landschaft
D. Wernicke   Garten & Landschaft
Zur Landschaftsplanung gehört auch die richtige Baumpflege

Bevor ein neuer Garten angelegt bzw. ein bestehender Garten umgestaltet werden soll. Bedarf es im Vorfeld eine Pflege des Baumbestandes.

In vielen Gärten stehen teilweise schon sehr alte Bäume. Meist sind es Birken, Eichen, Kastanien oder Ahornbäume etc. Aus der Gattung der Laubbäume

Doch noch häufiger findet man in den Gärten viele Vertreter der Nadelgehölze vor. Fichten, Tannen oder Waldkiefern etc.

Alle Bäume haben ihre Platz in der Natur. Und sollten daher auch mit einem gewissen Respekt behandelt und geschützt werden. Sie sind ein wichtiges Bindeglied zur Reinerhaltung unserer Luft und Verbesserung unseres Klimas.

Also lieber unsere Bäume pflegen, als sie zu fällen.

Richtige Baumpflege

Fachgerechter Baumschnitt


Vorwort


Bäume sind wichtige Sauerstoffproduzenten, filtern Staub aus der

Luft, sind Lebensraum für Käfer,Insekten und Vögel und haben eine

wichtige Funktion für die Gestaltung und Gliederung des

Straßenraumes. Je größer ein Baum ist, umso besser kann er die

o.g. Funktionen erfüllen. Es ist wichtig, sich diese Aufgaben bewusst

zu machen und sie den negativen Auswirkungen wie Laubfall,

verstopften Dachrinnen, Schattenwurf, Arbeitsaufwand und Kosten

gegenüber zustellen. Bei einer Fällgenehmigung nach der

Baumschutzverordnung erteilt die Gemeindeverwaltung häufig die

Auflage, einen heimischen Laubbaum als Ersatz zu pflanzen, um

auch für die Zukunft eine gute Begrünung der Siedlungsbereiche

sicherzustellen. Leider ist häufig festzustellen, dass Neupflanzungen

nach der Pflanzung so stark zurückgeschnitten werden, dass sie

sich nie zu einem Baum in voller Größe entwickeln können. Dies ist

nicht der Sinn einer Ersatzpflanzung. Eine Ersatzpflanzung soll zu

einem gleichwertigen Ersatz des gefällten Baumes heranwachsen

dürfen. Häufig werden bestehende Bäume erst durch

unsachgemäßen Schnitt zu einem Problemfall. Da bestehende

Bäume zum Teil aus Unkenntnis regelrecht „verstümmelt“ werden

und damit in Ihrer Vitalität und Verkehrssicherheit stark beeinträchtigt

werden, wollen wir Ihnen mit diesem Informationsblatt einen

Leitfaden für den fachgerechten Baumschnitt an die Hand geben.

Überlegungen zum richtigen Baumschnitt

Der Baum besteht aus dynamischer Masse (Blätter und Teile mit

lebenden Zellen) undstatischer Masse (Holz ohne lebende Zellen).

Ein junger Baum besteht fast ganz aus lebenden Zellen. Mit

zunehmendem Alter nimmt deren Anteil jedoch ab. Darum darf man

an älteren Bäumen nicht soviel „herumschneiden“ wie an jüngeren.

Je mehr und je öfter unüberlegt geschnitten wird, desto mehr

Wunden entstehen, die Tausenden von Bakterien und Pilzen Einlass

gewähren. Falsch geschnittene Äste sind die Hauptquelle für

spätere Ausfaulungen und damit für eine Abnahme der

Verkehrssicherheit. Oberstes Gebot sollte daher sein,

vorausschauend und so früh wie möglich zu schneiden.

Fachgerechter Astschnitt

Wichtigste Regel für einen fachgerechte Baumschnitt ist es, niemals

den Astkragen wegzuschneiden oder zu beschädigen.

Fäulnisverursachende Mikroorganismen verbreiten sich meist nicht

über den Astkragen hinaus in das Holz des Stammes hinein, da die

Zone dieser Kragen antimikrobielle Substanzen enthält. Wird der

Kragen beim Beschneiden verletzt, können die Schädlinge

ungehindert eintreten und Schaden anrichten. Der stammparallele

Schnitt ist ebenfalls nicht fachgerecht. Er führt zu einer erheblichen

Vergrößerung der Wunde gegenüber dem Schnitt auf Astring. Das

Wundholz um die spitzovale oder -elliptische Formung der Wunde

wächst unten nicht ganz zusammen, es verbleiben Spalten, die

Mikroorganismen den Zutritt ermöglichen. Gleichzeitig greift er in

das Holz des Stammes ein. Dieser Schnitt, ebenso wie

zurückgelassene Aststümpfe („Kleiderhaken") gehören zu den

größten Verursachern von weiteren Baumproblemen.

Fachgerechter Schnitt.

Der Astkragen bleibt intakt. Nicht fachgerechter Schnitt. Hier wird

der Astkragen beschädigt.Tote Zweige werden vor dem Astkragen

abgestoßen.

So bitte nicht ...

Große Bäume zu kappen, den Leittrieb und Starkäste ganz

zurückzunehmen, ist Baumfrevel. Die Verstümmelung schadet dem

Baum durch Verlust an Blattmasse und durch große Wundflächen

ungemein. Die Baumkrone mit ihren Blättern bildet durch die

Photosythese mit Hilfe der Sonnenenergie alles, was der Baum zum

Leben braucht. Wird die Krone zu stark eingekürzt, können die

Wurzeln der Bäume nicht mehr ausreichend mit Assimilaten versorgt

werden und sterben ab. Dies hat zur Folge, daß die Bäume noch

weniger Wasser und Nährstoffe aufnehmen können und so ihre

Substanz stark geschwächt wird. Die Schnittstellen ermöglichen

Pilzen und Bakterien Einlass, diese bringen das Holz zum Faulen

und beeinträchtigen somit die Stand- und Bruchsicherheit des

Baumes.

Wundholzbildung (Kallus)

Nach einer Baumverletzung beginnt der wichtige Prozess der

Wundholzbildung (Kallus).

Das Wundholz wächst sich langsam in Form von Rollen oder

Wülsten über die Wunde aus.Die Bildung von Wundholz an den

Schnitträndern wird häufig als Heilung angesehen. Unter Heilung

wird allgemein verstanden, daß die verletzten Zellen einer Wunde

an der gleichen Stelle regeneriert oder erneuert werden.

Das ist aber bei Bäumen nicht möglich.

Eine Baumwunde kann nicht heilen, sondern nur abgeschottet und

nach außen von Wundholz überwachsen werden, so daß eine ggf.

entstandene Fäulnis zum Stillstand gelangt. Im Baum aber, wenn

man ihn aufschneidet, bleibt sie für immer sichtbar.

Erziehungsschnitt

Nach dem Pflanzen, wenn die Blätter voll ausgebildet sind, sollte

früh mit dem Erziehungsschnitt begonnen werden. Je früher dies

geschieht, desto dünner sind die Zweige und Äste und um so eher

schließen sich die Wunden, die dem Baum durch den Schnitt

zugefügt werden. Ziel des Erziehungsschnittes soll es sein, den

Grundstock für die gewünschte Endform des Baumes zu legen.

Dabei wird alles kranke und tote Holz, sich kreuzende Äste und alle

Äste, die das Lichtraumprofil der Verkehrsstrassen langfristig

beeinträchtigen oder das Wohnhaus übermäßig verschatten

können, entfernt. Bei Zwillingsstämmen, sollte einer der beiden

Stämmlinge so schnell wie möglich entfernt werden. Die Wuchsform

von Zwillingsstämmen kann später bei zunehmendem

Dickenwachstum zu eine Bruchgefahr führen, wenn zwischen den

Stämmlingen Rinde eingewachsen ist, und damit eine statisch

wirksame Verbindung fehlt. Mitunter genügt es auch, einen

Stämmling um ein Drittel zu entlasten.

Auslichtungsschnitt

Müssen große Astpartien zum Reduzieren des Schattens entfernt

werden, dann soll ein Auslichtungsschitt durchgeführt werden. Er

besteht darin, daß ein Ast, jeweils ganz bis zur Basis am nächst

stärkeren Ast zurückgenommen wird. Dabei schließen sich die

Wunden schneller und besser; als beim Einkürzen von Ästen. Es

entfällt auch das Entstehen von dichten Astquirlen, da eingekürzte

Äste nach dem Beschneiden viel heftiger austreiben alszuvor.

Hier finden Sie uns

D. Wernicke Garten & Landschaft
Hindenburgdamm 73
12203 Berlin

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 030 834 2531 +49 030 834 2531

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Druckversion Druckversion | Sitemap
Willkommen auf unserer neuen Homepage